Wie ein Traum.
30. Oktober: Halloween-Nacht. Angemalt werden, zum ersten Mal im Leben. Tanzen. Inspiration. Endlich zu sehen wie frisches Essen aus der Mülltonne herausgefischt wird. Ananas und Melone in ordentlichen Plastikpäckchen. Fotos. Tanzen. Noch mehr Inspiration.
1. November: Phonetik-Aufgabe fertig. Sehr glücklich. Und auch einen Glücksvorschuss wegen Schwimmen davor.
2. November: 2 Geschichten mit Ivana ins Englische übersetzen. Am Abend noch Kleinigkeiten übersetzen und die ganze Inspiration in Gedanken an mein Drehbuch verwandeln. Sehr viel Feedback und außerdem Emailträume darüber, wie man hier nen Film- und Musikabend organisieren könnte.
3. November: Schwimmen, Phonetik, Tanzkurs.
4. November: eine Italienerin studiert halbes Jahr in Island Russisch. Und ich geb ihr Nachhilfe. Wohl zum ersten mal im Leben geb ich Nachhilfe. Legendär. 2,5 Studen danach: Treffen mit Benjamin um Träume über Filme auszutauschen. Mit Nachdruck, sie in Reykjavik wahr werden zu lassen.
5. November: 5 Leute, ein Auto, Ziel: Akureyri.
6. November in Akureyri: Traumhaft, legendär. Frauke. Viele Fotos, tonnenweise Inspiration. Bombenstimmung, Kälte, Schnee :)
7. November wandern und wie unser Phonetik-Prof sagte: "Resaerch of new languages in the forests of Mývatn". Wer Island kennt lacht jetzt.
In meinen Hinterkopf ist natürlich noch immer die Schuld über nicht vollendete Typologie-Hausarbeit. Aber vielleicht werde ich tatsächlich in den "Wäldern" von Mývatn ein neues Völkchen entdecken, vielleicht haben sie ein ganz ausgefallenes Numerussystem in ihrer Sprache, vielleicht bewegt es sich in der zeitlichen Dimension und in noch 3 Dimensionen, vielleicht wird daraus eine weltberühmte Untersuchung, die das Verständnis der Sprache, den Menschlichen Geist und kleine Kinder in Afrika revolutionieren wird? Vielleicht betet dann Ahmadinedschad an der Klagemauer und Sarrazin in Mekka, und Euro wird wieder 300 isländischer Kronen kosten, und dann bricht ein Vulkan auf Island aus und ich werd aus meinen Träumen aufwachen..
Das mit dem Vulkan ist übrigens kein Traum. An diesem Wochenende wird ein Vulkan auf Island ausbrechen. Welch ein Wunder, sagt ihr, wie langweilig, gähnt ein Durchschnittsisländer, denn sowas passiert hier etwa alle 5-10 Jahre. Es gibt verschiedene Vulkane. Viele sind bunt und niedlich und bringen den Isländern viel Geld wegen wow-ich-seh-ein-Vulkan-einmal-im-Leben-Touristen. Manche senden unsichtbare Aschewolken, die Flugzeuge an den Boden nageln. Manche, wie Laki, lassen in Europa den ganzen Sommer ausbleiben und verursachen Hungersnöte. Und Katla ist giftig, dieses Ding bricht lieber gar nicht aus.
Das Leben ist ein instabiles Gleichgewicht, das lernt man vor allem hier.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen