Heute zum Beispiel bei einem wunderbaren Konzert in einem Raum, der was von einer Bücherei hatte, das ganze Gebäude aber ist eher ein Theater oder so.. Jedenfalls, dieser Raum. An den Wänden Schränke mit alten Büchern (die bestimmt gut riechen) und anderen schönen Gegenständen, dezent verteilt, so dass es genug Raum für eine gute Akustik bleibt, in der Mitte steht ein Klavier und eine Sängerin lehnt sich daran und singt etwas klassisches. Da fühlt man sich doch direkt ins 19. Jahrhundert versetzt, in einer erlesenen Gesellschaft, nur dass die zuschauer keine Snobs sind und keine Menschen, denen Geschmack zu Kopf steigt und überhaupt sah ich die selben Menschen 3 Tage davor im Keller zu Drum 'n Bass auf 180 BPM abgehen. Menschen, die einfach nur genießen. Es gibt wenig Dinge, die ich auf dieser Welt weniger verstehe als Operngesang. Aber heute machte es mir irgendwie nichts aus. Und ich dachte an diese zufällige Ansammlung von Menschen, die in immer komplizierteren Mustern zusammengewachsen ist, die Menschen von Núpur und einige ihrer neuen Freunde. Jeder hat ein spezielles Talent und jeder hat seine Stunde, um es zu präsentieren. Und auch wenn manche Menschen ganz still sind und ganz klein scheinen, auf jeden Fall gibt es hier niemanden, der nicht zumindest einen Freund gefunden hat, der seinen Potential erkannt und erschlossen hat. Ich sprach ja schon von den komplizierten Mustern. In der letzten Phase angekommen, wenn jeder Mit den Examen zu kämpfen hat, ist es so wunderbar, in diese müden Gesichter zu schauen. Die letzten Partys, die letzten Tränen stehen noch bevor. Aber schon weiß man, mit wem man sie verbringen wird. 5 Monate fühlen sich an wie 20 Jahre. 20 Jahre gegen den Wind laufen, sich
Montag, 29. November 2010
Ich habe im letzten Monat mehr klassische Konzerte besucht als wohl in meinem Ganzen Leben davor nicht. Und ich finde es wunderbar. Ich verstehe zwar immer noch nichts von dieser Musik, aber es zählt allein die Tatsache, auf dem Konzert zu sein. Dass die Tonqualität perfekt ist. Dass kein Verstärker die Musik beeinflusst. Dass alle sitzen und immer allles zu sehen ist. Dass niemand Bier trinkt und niemand schubst. Da kann man doch darüber hinweg sehen, dass ich 90% der Zeit die Musik gar nicht bemerke und mich irgendwo weit weg tagträume.
Heute zum Beispiel bei einem wunderbaren Konzert in einem Raum, der was von einer Bücherei hatte, das ganze Gebäude aber ist eher ein Theater oder so.. Jedenfalls, dieser Raum. An den Wänden Schränke mit alten Büchern (die bestimmt gut riechen) und anderen schönen Gegenständen, dezent verteilt, so dass es genug Raum für eine gute Akustik bleibt, in der Mitte steht ein Klavier und eine Sängerin lehnt sich daran und singt etwas klassisches. Da fühlt man sich doch direkt ins 19. Jahrhundert versetzt, in einer erlesenen Gesellschaft, nur dass die zuschauer keine Snobs sind und keine Menschen, denen Geschmack zu Kopf steigt und überhaupt sah ich die selben Menschen 3 Tage davor im Keller zu Drum 'n Bass auf 180 BPM abgehen. Menschen, die einfach nur genießen. Es gibt wenig Dinge, die ich auf dieser Welt weniger verstehe als Operngesang. Aber heute machte es mir irgendwie nichts aus. Und ich dachte an diese zufällige Ansammlung von Menschen, die in immer komplizierteren Mustern zusammengewachsen ist, die Menschen von Núpur und einige ihrer neuen Freunde. Jeder hat ein spezielles Talent und jeder hat seine Stunde, um es zu präsentieren. Und auch wenn manche Menschen ganz still sind und ganz klein scheinen, auf jeden Fall gibt es hier niemanden, der nicht zumindest einen Freund gefunden hat, der seinen Potential erkannt und erschlossen hat. Ich sprach ja schon von den komplizierten Mustern. In der letzten Phase angekommen, wenn jeder Mit den Examen zu kämpfen hat, ist es so wunderbar, in diese müden Gesichter zu schauen. Die letzten Partys, die letzten Tränen stehen noch bevor. Aber schon weiß man, mit wem man sie verbringen wird. 5 Monate fühlen sich an wie 20 Jahre. 20 Jahre gegen den Wind laufen, sichden Arsch die Zähen zusammen abzufrieren, unzählige Sonnen auf- und Untergänge, zusammen saufen und Kater haben, schwimmen gehen, studieren, verzweifeln, diese müden Examensgesichter!! Wenn ich diese Gesichter wieder glücklich sehe, hat dieses Glück den hunderfachen Wert. Es ist ja, wie ich immer sage, nicht die Zeit wichtig für die Freundschaft, die man zusammen verbringt, sondern die Intansität. Auf Núpurs Sofas stellte mal Anca eine Frage: "How long does it take people to become friends?". "Ten seconds" - antwortete Tom. Und wie er Recht hatte. Und dann?... Und dann??? Wir weden uns verlieren. Es kann nicht so weiter gehen. Es ist ja nur dadurch besonders, dass es so kurz ist. Sonst würde es nicht so schnell zusammenwachen. Dann kommt die Zeit, an die alten Freundschaften zu denken und sie mehr wert zu schätzen. Zu erkennen was man hat und was man braucht, man hat ja so vieles hier bekommen, für "umsonst". Aber dadurch weiß man ja auch, welch ungahnte Möglichkeiten zuhause stecken, an welchen Ecken man suchen könnte, neu entdecken, neu handeln. Es war alles richtig hier, keine zeit war verschenkt. Und nichts will ich bereuen. Nicht mal dass ich kein Isländisch gelernt habe, wo es 10 Meter von meiner Haustür einen Sprachkurs gab.
Heute zum Beispiel bei einem wunderbaren Konzert in einem Raum, der was von einer Bücherei hatte, das ganze Gebäude aber ist eher ein Theater oder so.. Jedenfalls, dieser Raum. An den Wänden Schränke mit alten Büchern (die bestimmt gut riechen) und anderen schönen Gegenständen, dezent verteilt, so dass es genug Raum für eine gute Akustik bleibt, in der Mitte steht ein Klavier und eine Sängerin lehnt sich daran und singt etwas klassisches. Da fühlt man sich doch direkt ins 19. Jahrhundert versetzt, in einer erlesenen Gesellschaft, nur dass die zuschauer keine Snobs sind und keine Menschen, denen Geschmack zu Kopf steigt und überhaupt sah ich die selben Menschen 3 Tage davor im Keller zu Drum 'n Bass auf 180 BPM abgehen. Menschen, die einfach nur genießen. Es gibt wenig Dinge, die ich auf dieser Welt weniger verstehe als Operngesang. Aber heute machte es mir irgendwie nichts aus. Und ich dachte an diese zufällige Ansammlung von Menschen, die in immer komplizierteren Mustern zusammengewachsen ist, die Menschen von Núpur und einige ihrer neuen Freunde. Jeder hat ein spezielles Talent und jeder hat seine Stunde, um es zu präsentieren. Und auch wenn manche Menschen ganz still sind und ganz klein scheinen, auf jeden Fall gibt es hier niemanden, der nicht zumindest einen Freund gefunden hat, der seinen Potential erkannt und erschlossen hat. Ich sprach ja schon von den komplizierten Mustern. In der letzten Phase angekommen, wenn jeder Mit den Examen zu kämpfen hat, ist es so wunderbar, in diese müden Gesichter zu schauen. Die letzten Partys, die letzten Tränen stehen noch bevor. Aber schon weiß man, mit wem man sie verbringen wird. 5 Monate fühlen sich an wie 20 Jahre. 20 Jahre gegen den Wind laufen, sich
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