Donnerstag, 26. August 2010

die Stimmung für heute..

Schau grad die Sonnenfinsternisse bis 2030 auf Wikipedia

und höre mir ein entsprechendes Lied an. Denk dabei auch an die immer weniger werdenden Tage, an den Winter, der irgendwann mal kommen wird.. Wobei es immer noch die Sonne scheint, ich glaub, da habe ich mir viel zu viel Kälte vorgestellt, es wird halt stürmisch und dunkel werden, aber es scheint so, als hätte Deutschland viel mehr Regen zu bieten als dieses Land.
Ihr könnt ja solange auf diese schöne Grafik links meditieren, ich erzähle was von Reykjavik, wie ich es gestern gesehen habe.
Ich ging raus, mit dem Gefühl, es sei alles unglaublich groß, verwirrend und schwer zu finden. Bisher kannte ich nur den Laugavegur, also die Einkaufsmeile und Fußgängerzone von Reykjavik. So etwas wie unsere Königsstraße, aber schmaler, kürzer, nicht überfüllt und vor allem - netter. Und faszinierende Anzahl von Cafes, ich glaub, wenn ich Geld verschwenden wollen würde, dann würd ich jeden Abend in so einem Cafe verbringen. Und natürlich, die bunten Häuser mit einem, zwei - höchstens 3 Stockwerken. Die ganze Stadt kommt mir vie abgesägt vor - so viel Himmel bin ich von Zuhause aus nicht gewöhnt. Und die Läden: ein extra für Schuhe, eins für Süßigkeiten, für Alkohol gibt es auch eins, Einkaufszentren hab ich bisher keine gesehen. Kein Karstadt, C&A, Kaufhof, Kaufland - all diese ekligen gläsernen überdimensionalen Gebäude, die ich von Zuhause aus kenne fehlen hier. Das ist eine Stadt, finde ich, wie sie sein soll. Mag sein, dass große deutsche Städte vor etwa 70 Jahren so ähnlich ausgesehen haben, vielleicht wird ja alles wirklich schlechter, unpersönlicher, seelenloser... Vielleicht kommt es auch auf die Länder an, oder auch auf die Größe der Städte. Als ich mal in Reutlingen war, fand ich es dort sehr gemütlich und freundlich, und von der Größe her würde es schon mit Reykjavik vergleichbar sein.
Ich lauf so am Laugavegur entlang, treff n paar bekannte Gesichter und lauf dass in 2 weitere kurze Straßen, die auch noch Fußgängerzone sind. Nach diesen Straßen kommt der Ingólfstorg. Und nun. dachte ich immer, wo ist dar Zentrum, wo ist das Parlament und alles? Stattdessen sah ich diesen kleinen Platz voll mit Motorrädern und Männern aus einer oder zeit Rockergangs. Und daneben, in friedlicher Koexistenz - Skater mit ihren langen Haaren und tüpischen Mützen. In unserem Sprachkurs gab es einen, der genau nach diesen Leuten auf der Suche war. Aber er wird sie schon finden, wenn er sie nicht schon kennt. Um den Ingólfstorg gibt es die größte Ansammlung von diesen kleinen bunten Häusern, es gab sogar eine Straße, wo es nur diese Häuser gibt. Mein Gefühl beim Anblick dieser Straße kann man mit dem Gefühl vergleichen, in einer deutchen Straße nur Fachwerk vorzufinden. Hier gibt es weder Fachwerk noch Backstein, die kleinen Häuser haben außen durchgehend Wellblech. Ich stelle mir vor, welch gewaltigen Lärm die Dinger bei den Herbststürmen machen. Ein paar von den Häusern verden an Studenten wie uns vermietet, doch in den meisten wohnen Menschen tatsächlich. Mitten in der Innenstadt. Denn, das habe ich gestern rausgefunden, diese gefühlte 5 Gassen ist die ganze Innenstadt. Wo ist denn das berühmte Regierungsgebäude? Irgendwo muss es doch einen Platz geben, mit Zaun und Flagge und so, dachte ich. Im Fernsehen sah alles so groß aus.. Und dann schließt sich der Kreis. Das Regierungsgebäude steht ganz bescheiden links von Ende des Laugavegur. Keine Polizei, kein Zaun, man kann anklopfen, vorbeikommen, n Kaffee mit dem Präsidenten trinken - es dutzen sich hier sowieso alle Menschen. Ok, ich habs nicht ausprobiert, aber es sieht echt so aus.
Achso, und wegen dem Dutzen. In England ist die "du"-Form ausgestorben. Das machte die Engländer, zumindest von der Sprache her, sehr höflich und umständlich. Auf Island ist bdas Gegenteil passiert. Hier sagt man statt "ich hätte gerne..." "ég ætla að fá ..." ('ich habe vor ... zu bekommen') und "mér langar" ('ich will/brauche') und auch im Verhalten spiegelt es sich wieder: Isländer sind sehr direkt und unhöflig. Ich hab schon Berichte gehört, dass Leute in den Clubs einfach so geschubst wurden, wenn sie im Weg standen. Ich glaube aber, es ist einfach ihre Art, nett zu sein. Und schön sind sie auch. Viele große Augen, kalte Blicke, interessante Haare.... :)

ich gehe dann mal wieder
við sjaumst

Mittwoch, 25. August 2010

Mein Zuhause

ist ein Hotel.

Und ich stehe dazu. Ich stehe dazu, dass mehr als alle andere für mein Zimmer zahle, dass jeden Tag komische Leute an die Tür klopfen und putzen wollen, dass ich mein Schüssel jedes Mal wenn ich raus gehe an der Rezeption abgeben muss und dass ich keine richtige Nachbarn habe. Ich stehe dazu und ich werde meinen Zimmer nicht weggeben.
Leider, leider, kein WG-Erlebnis: kein Bierklauen im Kühlschrang, keine Putzordnung, kein Kochgetummel und Warteschlangen ins Bad, kein "wem gehört dieser Dreck eigentlich" und keine Partys um 2 uhr nachts. Stattdessen 2 Schlafzimmer und ein Wohnzimmer/Küche dazwischen, ein sehr netter Mitbewohner und seit neuestem... eine Pfanne, auf deren Kauf bei Ikea gestern ich sehr stolz bin. Achja, dringende Nachricht: ich hab gestern viel zu viele Kartoffeln gekocht, wer sie mir beim Wegessen helfen will, soll sich bitte bei mir melden.
Nichtdestotrotz vermisse ich ein bisschen die gemütliche Guesthouse-Atmosphäre, vielleicht hätte mir das Chaos gut getan, vielleicht.. naja, ich kann ja noch genug Leute in ihren WGs besuchen und was davon abhaben, so wie gestern, in einem Guesthause direkt am Laugavegur, der Einkaufsstraße und Fußgängerzone in Reykjavik.
Heute wird ne neue Handynummer gekauft. Vielleicht werde ich sogar meine geliebte Hausarbeit anrühren, abgabetermin 15 September. Die Uni an sich muss noch gründlich angeschaut werden. Viel zu tun, freu mich..

Montag, 23. August 2010

Reykjavik - die Ankuft

Ich bin um 11 abends aufgewacht, weil ich den ganzen Tag geschlafen habe - so müde bin ich. Aber die Ereignisse, die zu dieser Müdigkeit beigetragen haben, sind es wert.

Erstens, der Abschied von Núpur. Der offizielle und der weniger offizielle. Es war am Freitag, scheint aber wie ne halbe Ewigkeit weit entfernt zu sein. Morgens - die Abschlussprüfung vom Sprachkurs. Alle zittern, schriftliche Prüfung. Hörverständnis, Aufsatz. Dann rauslaufen und weiter zittern. Mündliche Prüfung. Alle sitzen im Gang vor unseren "Klassenräumen" im Keller und büffeln noch ein mal, was denn Schuhe und T-shirt aus Isländisch heißt. Übelste Anspannung... Die 10 Minuten später auch wieder vorbei ist, weil die mündliche Prüfung so lächerlich einfach war und das ganze, wie ich schon immer gesagt habe, dieser Aufregung überhaupt nicht gerecht ist. Aber ohne Anspannung keine Entspannung und kein Gefühl der Freiheit. Dieses Gefühl floss am letzten Tag einfach in Strömen. Gemischt mit "ich habe alles bestanden hä und was tu ich jetzt"-Gefühl und der Trauer, dass es nur noch einen Tag in Núpur zu verbringen ist. Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir am letzten Tag gar nicht ahnen konnten, wie viel es zu vermissen gibt. Aber die meisten sehen sich ja wieder, mindestens ein halbes Jahr lang.
Ein paar Abschiedsworte an dieser Stelle: Alle, die nach Akureyri gehen, vor allem Frauke. Frauke mit den 1000 Gesichtsausdrücken, die blonde Verschwörung heimliche Zwillingsschwester von Gertel. Frauke, deren Herz bestimmt noch den Vatnajökull zum Schmelzen bringen wird. Ich hoffe so sehr, dass du in dem kalten-kalten Norden (als wäre es hier schon nicht kalt genug) mehr gründe zum Lächeln als zum traurig sein findest. Komm uns besuchen, ich mach dir n Tee und so :)
Und dann noch die Nina mit den wunderschönen langen roten Haaren, die den tiefsten österreichischen Akzent hat, den ich je gehört habe (ok, ich muss zugeben, ich hab in meinem Leben noch nicht viele Österreicher erlebt), Nina, die Putzfrau Hausverwaltung von Núpur halbes Jahr in Núpur gearbeitet hat und übrigens schon mit 17 (!) sehr viel in der Welt unterwegs war, alleine ihre Festivalbändchen sind sind so viele, man könnte aus ihnen ein Schal basteln. Nina, ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem mutigen Vorhaben und wenn du Hilfe brauchst, vergiss nicht, dass du mindestens 90 Freunde in dieser Stadt hast ;)
Und noch einen Gruß an die Jenny, die uns ebenfalls verlassen hat und erst im nächsten Semester nach Reykjavik zurück kommt. Jetzt habe ich niemandem mehr, der mich zum fleißig-sein (zumindest innerlich) motiviert, dem ich mich in der Anti-Party-Widerstandsbewegung anschließen will, der mir den Unterschied zwischen Holländisch und Niederländisch beibringt und zeigt, wo die Stadt khhhhrr-oningen liegt und dem ich Schokolade schulde. Es lebe die Jenni-und-Stefanie-Laptop-Keller-Sessions. Der Geheimtipp des Jahres ;) Auch im Gang im 2tes Stock erhältlich. Schokolade bringt den Glauben an die Menschheit zurück! (ok, Außensehende verstehen jetzt überhaupt nichts, tja, Pech gehabt)
Das waren jetzt nur 3 von 90 Tränen, die wir zu vergießen hatten. Aber für die Abschiestraurigkeit und verwirrt-sein blieb nicht viel Zeit. Wir befinden uns immer noch im Freitag, es ist Nachmittag, ich bin schon wieder erkältet, mein "Bruder" James macht sich schick und verlangt von mir, meine Boxen aus dem sorgfältig wieder gepackten Koffer wieder rauszuholen, um seine sehr britische Musik zur Einstimmung in unserem Zimmer ertönen zu lassen. Keiner ahnt es, aber dieses Ereignis wird noch den Abend retten. Aber dazu später. Erstmals wieder ne Abschweifung, weil mir was eingefallen ist.
Das Essen. Das Mittagessen am Freitag. War komisch. Schafskopf, was mehr ein anatomisches als kulinarisches Vergnügen war, Sülze (für alle, die so wie ich dieses Wort zum ersten Mal hören: ein ekliges Gemisch aus gefrorenem Fett und dem, was einmal Fleisch gewesen ist) und einer zu stark gewürzten Suppe. Ekki fisk. Eg var ekki glaður. Und hatte immer noch Hunger. Das Abendessen war dafür umso fantastischer. Schweinefleisch, Kartoffeln und "spanish-style" geklautes Bier. Dies ist auch der erste Augenblick, an dem ich "Fokkin amazing" zu sagen begann, weil mein Glücksgefühl einfach über den Rand schlug. Nach dem Essen ertönten die von uns schon zum Tagesablauf gewohnten "May I have your attention please"-Worte von unserem Master Siggi, der diesmal keine Schauergeschichte über sich erhängte ehemalige Schüler von Núpur, die als Geister weiter leben (es war eine Schule gewesen, von von 20er bis 90er Jahren), sondern die Einleitung zu den Abschiedsworten unserer Lehrer und der Organisatoren des Kurses. Es wurde sehr viel Isländisch geredet, so dass wir nur noch mit dem halben Ohr zugehört hatten. Wobei offizielle Worte nicht nie besonders spannend waren... Helga ist die Beste, muss ich an dieser Stelle noch mal loswerden!
Das Abendprogramm füllten 4 Präsentationen von den 4 Gruppen im Sprachkurs und der Gesang vom Chor (der ebenfalls aus uns bestand). So etwas lässt sich nicht mit Worten beschreiben. Es gibt diverse Fotos und n Paar Videos davon. Es gab ein spontan ausgedachtes Schauspiel über einen Wikinger, der auf der Suche nach Heidelbeeren ist (so ziemlich das einzigste, was auf Island im Überfluss gedeiht) und dabei so ziemlich jeden Insider-witz begegnet, den wir in Núpur kennengelernt habe. Ich habe noch nie so laut gelacht wie bei diesem Schauspiel, ich schwöre :) Dann kam ein Spiel mit isländischen Worten und eine isländische Version von "It's raining men", der gute James an der Gitarre. Und am Ende kam unsere Gruppe mit einem unvergesslich chaotischen Spiel. Gedacht war das als eine Kette der Aktionen - jeder im Raum bekam einen Zettel, auf dem Stand, was er machen soll, wenn jemand anderes eine Bestimmte Sache macht. Und auf diese Aktion gibt es wiederum ne andere. So sachen wie stell dich mitten im Raum und imitiere einen Schaf und der nächste hat den Zettel, wenn du einen Schaf imitierenden Menschen im Raum siehst, dann geh zu ihm und umarme ihn. Und so weiter.. Beim ersten Durchlauf ist es aber dazu gekommen, dass alle zu gleichen Zeit ihre Sachen gemacht haben und nie damit aufhörten. Dieser Chaos.............. Den zum Glück der Moderator des Spiels, Markus, vor dem 2ten Durchlauf sehr gut ausruderte, man sieht ihm seine DJ-Künste an, vielen Dank an dieser Stelle. Als dann das Spiel beim 2ten Mal perfekt lief, kam im Rahmen des Spiels zu einer kleinen ungeplanten Disco, sozusagen als letzte Aktion - es gingen sogar die Lichter aus und ein drittel der Leute waren am Tanzen. Wahnsinnsgefühl. Aus dem wir nach einem Lied wie auftauchen mussten, weil noch ein Spiel bevorstand, das uns die Lehrer vorbereitet haben: Es stehen 8 Stühle nebeneinander, je 2 für für jede Gruppe vom Sprachkurs. Die Aufgabe besteht darin, einen Gegenstand zu holen - jedes Mal gibt es ein Stuhl weniger. Die Gegenstände wurden mit jeder Runde immer verrückter - von einer Uhr bis zu Hose, und bei der letzten Runde musste, die zwischen James (Gruppe 3) und Markus (der andere Markus, Gruppe 2) ausgetragen wurde, musste man tatsächlich einen BH mitbringen, so dass der ganze Saal vor Lachen und Überraschung am Liegen war.
Danach wurden unmittelbar die Lichter ausgeschaltet und es kam mein persönlicher Tiefpunkt des Abends: Disco. Diesmal eine echte, lange, mit den Liedern, die man sowieso schon kennt, und ich bekam ein starkes Bedürfnis, mich mit der Anti-Party-Widerstandsbewegung im Keller einzuschließen oder zu den Rauchern raus gehen und mich endgültig zu erkälten. Aber, dramaturgisch sehr korrekt, gehört zu einer glücklich ausgehenden Handlung ein Tiefpunkt in die Mitte. Und so war es auch. In der Sofaecke direkt vor den Türen des Esssaals saßen ein paar Leute und Markus mit deinem Laptop und es entstand eine kleine Keimzelle mit Musik, die so anders und besser war, als die Party drin, dass die Leute einfach dort tanzten, 3 Leute, 5 Leute.. Immer wieder öffnete sich die Tür und uns übertönten die pumpenden Beats der grausigen Party da drin, aber immer wieder kamen auch Flüchtlinge von drin, so dass die Party vor der Tür immer bedeutender wurde. Schließlich wurden die Rufe nach den DJ-Wechsel auf der Party immer lauter und wir sind mit seinem Laptop in die Party rein und haben den Laden übernommen. Der Anschluss vom Laptop an die Partyboxen ging nicht, egal wie sehr wir es versucht haben. Kein Markus als DJ, kein Musikwechsel, traurig, traurig... Irgendjemand meinte dann, wir sollen einen anderen Raum aussuchen, also gingen wir zu der alten Sporthalle, ja genau die, wo sich mal ein Schüler erhängt hat, und zwar wir gingen in den Vorraum, der sehr schön und gemütlich eingerichtet war mit Sofas, Tischen und sogar einer Mikrowelle. Unvergesslich ist der Einzug dorthin. Markus und sein Laptop in der Dunkelheit aus dem Hauptgebäude raus marschiert, zu sehen war nichts mehr, nur der leuchtende Kreuz der Kirche nebenan, die glaub ich, nie benutzt wird. Und Musik aus dem Laptop. Die Sporthalle befand sich etwa 100 Meter vom Hauptgebäude entfernt. Es war ein Gefühl, als würden wir völlig allein in der Wüste mit Musik irgendwohin gehen. Dann die Tür auf, Licht an, alles auf Position. Das war ein echtes "den Laden übernommen". Und jetzt kamen meine Boxen wieder ins Spiel, weil vom Laptop alleine war so ziemlich nichts zu hören. Also musste ich wieder draußen rumrennen (ich war immer noch erkältet, wohlgemerkt), um in meinem Zimmer meinen Boxen zu holen, die ich ja am Nachmittag für James rausgepackt hatte. Dann schnell wieder zurück. Zunächst waren nur 3,5 Menschen anwesend, weil niemand so richtig kapierte, wo denn diese Sporthalle sich befand und dass die Party nicht drin, sondern in einem Vorraum stattfand. Dann aber wurde es immer voller und als ich das letzte Mal zum Esssaal kam um Kerzen zu holen, waren da nur noch 10 Laute anwesend und nach einer halben Stunde hörte ich, dass sie zu ist. Und bei uns waren es mittlerweile so 50 Leute und meine Boxen gaben ihr bestes, es war aber mit so viele Leuten nur noch Schlagzeug und Überreste vom Bass zu hören. Die Leute haben trotzdem getanzt, und zwar so was von. Ich hab sau viel geschwitztich dachte, ich würde am nächten Tag sterben, aber meine Erkältung hat sich irgendwie in der Luft aufgelöst. Es war großartig, unvergesslich, unbeschreiblich......
An dieser Stelle noch eine Abschweifung. Das einzige vernünftige Lied von der ursprünglichen Party am Freitag erinnert mich daran. Liebe. Drama. Während der 3 Wochen gab es unter anderem sehr viel Herzschmerz unter den Teilnehmern vom Sprachkurs. Ich werde jetzt nicht ins Detail eingehen, aber jede von den Geschichten ist sehr intensiv und sehr bewegend..... Genau wie das Gesprächsthema von einem der Abende: wie lange kann es dauern, bis man Freunde wird? Die beste Antwort war: 10 Sekunden. Und es ist wahr. 10 Sekunden, 3 Wochen - es kommt vor allem auf die Intensität des Erlebnisses an. Und diese 3 Wochen waren für und alle sehr intesiv, so dass wir jetzt fast alle einander in die Augen schauen können und wissen: da ist was dahinter, da ist jemand für mich.
Als erster Beweis dafür kann der erste Tag in Reykjavik gelten, als der Großteil der Gruppe sich während des Stadtfestes, wo überall sehr viel los war, zusammen rumgelaufen ist und sogar aus einem sehr langweiligen Konzert in der Innenstadt eine Party gemacht hat. Einfach 50 rumhüpfende Leute - es reicht. Und danach zum Feuerwerk im Gänsemarsch gelaufen, und das Feuerwerk - schon wieder: großartig, unvergesslich, unbeschreiblich! Ich war schon wieder erkältet und schon wieder dachte ich, der nächste Tag würde die Hölle sein. War es aber nicht. Erstmal tief in der Nacht meinen neuen Mitbewohner vom Busbahnhof in Reykjavik abgeholt. In unsere Zimmer durften wir erst einen Tag nach der Ankunft, also sind wir bei einem von dem Kurs (schon wieder ein Spanier) geschlafen, mit noch 7 Leuten im Raum. Das Sofa hatte die halbe Länge von mir, entsprechend schön war auch mein Schlaferlebnis. Wobei ich mich nicht mit Leuten messen will, die auf dem Boden geschlafen sind.
Gestern, dann endlich die Ankunft in meinem Zimmer. Ich wohne in einem Hotel in einem 2Zimmer-Appartement. Mein Mitbewohner ist ein Spanier, Iago ist sein Name. Er wird mein Bruder für die nächsten ach ich will sie nicht zählen Monate sein. Wir haben von allem genügend: einen Kühlschrank, ein Bad uns so, Besteck hat's hier auch, und Teller, und Gläser.. Lampen gibt es, 2 Tische, Fernseher und Sofa im Wohnzimmer, der gleichzeitig Küche ist und zwischen unseren 2 Zimmern sich befindet. Alles minimal, nur eine Sache ist im Überfluss. Jeder Zimmer bei uns hat 2 Betten. Wozu bloß? Hmmmmmm......
Jedenfalls, auf dem 2ten Bett hab ich jetzt diesen Blogeintrag geschrieben, die ganze Nacht. Kurz nach der Ankunft hab ich angefangen, mich hier einzurichten, bin dann aber vor Erschöpfung ins Bett gefallen und um 11 abends erst aufgewacht. Interessanter Schlafrhythmus grad.. In der NAcht war es sehr stürmisch, kein Wunder, ich lebe ja auch direkt am Ozean. Heute wird weiter ausgepackt, Isländische Sim-Karte geholt und sonst noch Sachen erledigt.. Grüße an alle, die heute noch nicht gegrüßt wurden, Fotos gibt es und wird es geben auf Facebook.
Grad kommt die Sonne raus.

Samstag, 14. August 2010

Es regnet. Und ich wollte doch die zum Kajak fahren auf die Fjorde gehen. Es gibt hier die Möglichkeit auf alle Möglichen Aktivitäten am Wochenende, auf die ihr jetzt alle neidisch sein würdet, bevor ihr hört, wie viel es kostet. Das verschweige ich an dieser Stelle lieber.

Ein weiteres Thema grad ist natürlich wie immer das Essen. Wie ich vielleicht erwähnt habe, werden wir nur von Montag bis Freitag und nur morgens und mittags gefüttert. Abend/Wochenendessen müssen wir uns selbst besorgen und so kommt es zu den allwöchentlichen Pilgerfahrten in den "Bonus". Und direkt danach werden Kühlschränke vollgestopft.. Bin mal gespannt, was mit all dem Resteessen am letzten Tag passiert, vor allem mit den endlosen Müsli und Nudelbergen, die wir herbeigeschafft haben. Achja. Wenn ihr den "Skyr" - den isländischen Quark kauft, kauft NIE den "exotischen" Skyr, weil der schmeckt nämlich nach Kotze. Ich werd mal berichten, wie die anderen Sorten schmecken.

Gestern waren wir mal wieder in der "City" für unsere Electives. Eines davon habe ich erfolgreich geschwänzt und dabei mit noch drei Leuten den Federball-platz ausprobiert, den einzigen auf Island übrigens, der sich draußen befindet. Das kommt daher, dass Isafjörður die einzige Stadt ist, die von den Winden (durch die Berge ringsherum) geschützt ist. War sehr angenehm zu spielen, wir haben ganze 2 Stunden damit verbracht. Und bei dem Elective danach durfte ich dann meine Zeichnerkünste beweisen, es ging nämlich um die Geschichte der Siedler in den Westfjorden und wir sollten Comics dazu zeichnen.. Ich werd das mal hochladen, dann gibt es sehr viel zu lachen.

Übrigens, die Stadt Isafjörður ist die drittgrößte Stadt Islands. Und ich werde nicht aufhören mich zu wundern, wie wenig los in so einer bedeutenden Stadt sein kann. Aber, bezogen auf die Einwohnerzahl ist da sehr viel los. Kein verschafenes deutes Dorf sogar mit 10 Tausend Einwohnern kann da mithalten. Und noch ein paar Sachen sind anzumerken: Isländer scheinen alle riesen Autos zu haben und außerdem ziehen sich viele Isländer am Freitag sehr schick an, manchmal etwas sonderbar.. Als krönender Abschluss waren wir dann in der einzigen Bar der "City", der Langi Mangi [´Laun-ki ´Maun-ki] und tanzten auf sage und schreibe 5 Quaratmetern! Wobei heute in unserem Essaal (ich schreibe den jetzt mal mit 2 S) eine richtige Party stattfindet, ich bin mal sehr gespannt ;)

Unerwähnt bleiben solche schönen Ereignisse wie Besuch der Dorfs Þingeyri mit Sehenswürdigkeiten wie eine ausgestorbene Fischfabrik und Tankestelle (auf der ein Film die Ehre hatte, gedreht zu werden), ausflüge zu diversen Stränden und Bergen in der Nähe und natürlich Menschen Menschen Menschen, vor allem mein Zimmernachbar James, mein Bruder für 3 Wochen :)

PS: Es sind aus Isafjörður einige Postkarten rausgegangen, wartet und seid gespannt!!

Dienstag, 10. August 2010

Ist jemandem schon aufgefallen, dass

wir schon eine ganze Woche hier sind?

Ich will gar nicht daran denken, wie schnell das hier vorbei geht....

In den Electives kann man momentan eine ungewöhnlich hohe Anzahl an "sportlichen" Aktivitäten beobachten, z.B. gestern machten wir so'n komisches Spiel mit rumspringen und um die Stühle rennen und das ganze mit isländischen Begriffen wie Farben oder Gemüse oder was es sonst noch alles gibt. Jetzt tun meine Füße weh :) Aber noch mehr weh tun sie bei den Leuten, die den "Tanzkurs" gemacht haben. Isländische Volkstänze oder so.. Mal schauen, vielleicht zeigen sie es am Freitag, da haben wir nämlich eine Party. Wird ziemlich heftig sein, spüre ich schon jetzt.
Und noch was großes steht an. Wäsche waschen. Bin mal gespannt wie das ausgeht. Ach ja, und für alle Zweifler: Fisch schmeckt gut! Ich liebe Fisch. Ehrlich.
Übrigens es gibt hier ne Möglichkeit, einen Fahrrad zu mieten. Wäre ziemlich interessant, die Gegend zu erkunden.
Aber heute fahren wir mal wieder nach Ísafjörður, den ich schon mal eingedeutscht "die Isa-Fjörden" getauft habe. Vielleicht wird da noch mehr von den isländischen Pullis gekauft, mit diesem typischen Muster. So langsam fangen wir alle an, gleich auszusehen mit diesen Pullis, wie ne Herde Schafe. Wobei es Luete gibt, denen die 100 Euro zu schade sind, wie mir zum Beispiel. Mal schauen, irgendwas "großes" muss ich ja hier irgendwann kaufen, wie Schuhe, sonst fühlt es sich nicht an, wie selbständiges Leben :) Und heute Abend wir mal wieder (!!!) im Bonus eingekaufet, und ich weiß schon, dass ich keine Nudeln und keine Würstchen kaufen werd, die hat hier jeder im Überfluss. Am Wochenende wurde manches davon sogar verschenkt.
So, unser Bus wartet. Auf gehts.

Montag, 9. August 2010

Samstag, 7. August 2010

Fotos :)

Erstes Foto ist vom "Bonus", der Rest ist vom Ausflug bzw. Vorbereitung dazu. Wir waren n Berg hochgelaufen. Man sieht das Hotel wo wir wohnen und alles drumrum. Irgenwo hinter mir ist da der Ozean :)

Von Leuten hab ich keine Fotos hochgeladen (das sind die meisten) weil ich nicht sicher bin, ab jeder es will. Wenn alle ausdrücklich ja schreien, mache ich's :)

I love you

Island.
Leben.
Menschen.

Ok, es ist übel hell die meiste Zeit. Ja, wir haben ein aufregendes Programm. Trotzdem denk ich, dass mein Glück nicht geschummelt ist und es nicht nur an dem aufregenden Programm liegt.
Erstmal die verschiedenen Sprachen. Angefangen bei dem leichten (und manchmal leicht schwerem) Akzent der Österreicher und der Schweizerin, über Flämisch und Tschechisch, die meinen beiden Sprachen etwas ähnlich sind, so dass ich wirklich stundenlang mich mit den leuten unterhalten kann und knobeln, welches Wort jetzt was bedeutet. Wobei ich das auch mit einem Spanier oder Italiener kann, oder mit den Franzosen. Jeder bringt seine eigene Sprache mit, seine Identität, und kippt sein eigenes Eimerchen in dieses große bunte Fass in Nupur. Und, zu guter letzt, solche Sachen wie Finnisch und Estnisch. Da versteh ich aber wirklich gar kein Wort mehr, umso schöner ist es, einfach sich dazu zu setzen und zuzuhören, und eigentlich können die Leute da den privatesten Gespräch der Welt führen, oder auch sich übers Wetter unterhalten, es würde für mich keinen Unterschied machen, also bin ich schon da, aber eigentlich gar nicht da.
Da fällt mir n Satz ein, aus dem Film den wir alle gestern geschaut haben. Isländisches Mädchen und Junge in dem letzten Kaff der Welt haben ein "Date" und brechen nachts (naja, es ist Winter..) in ein Museum ein, und dort hängt ne Karte, wo man Knöpfe drücken kann, und auf einem teil der Welt leuchtet ein Knopf auf. Sie suchen den Knopf für Island und sie sagt: "There is no Iceland". Genau so ist es. Es gibt kein Island. Das hier ist alles nicht ganz real aber wie ein gutes Buch (: ich tu jetzt mal so als würd ich super viel lesen :) - sehr nützlich und bringt einen sehr viel weiter. Und ich habe einen langen Weg zu gehen, was meine persönliche Entwicklung anbelangt, wobei diese Entwicklung sich auch Leben nennt und nie aufhören sollte, solange man noch lebendig ist.

Nun kommen wir zu den praktischen Sachen. Ich hab n Kilo Nudeln und ein weteres Kilo Soße. 2 Mal dei Woche gehen wir in die "City" von Ísafjörður (4 tausend Einwohner und 40 minuten Busfahr von hier, yeah) - zu dem Ort der Sehnsüchte - ihr Wisst was ich meine? Der Supermarkt. So ein Aldi, bloß gequätscht. Und mit 90 Leuten sieht es richtig überbevölkert aus. Und, ja, gestern habe ich meinen Auftritt dort verpennt. So dass ich jetzt keinen Brot und Schinken mehr habe (: ein bisschen Mitleid an dieser Stelle :) . Alleirdings ist es kein Grund zur Sorge, denn ich kann hier Essen erstans abkaufen zweitens ich kann einfach eingeladen werden, ich muss nur die Gelegenheit nützen. Und natürlich selber die Leute fleißig einladen. Nächstes Mal wenn ich Brot und Eier kauf und so, wird das bestimmt passieren.
Ich hab ganz vergessen, unseren Tages/Wochenablauf kurz zu schildern. An den "Werktagen" ist 8-9 Frühstück, dann bis 12 Sprachkurs, mit einer Kaffee Teepause. Unsere Gruppe (und wir sind in der von 4 der 4ten, der besten Gruppe der Linguisten und Wunderkunder - wobei ich zu den erstern gehöre) unterrichtet die bezaubernde Helga [´Hel'-ka] die uns unter anderem Isländisch beibringt, wie es wirklich ist. Wir ham echt original im Unterricht Youtube geschaut, mit Beamer - die anderen Gruppen denken nicht mal daran. Wir sind die Besten! Also, um 12 ist dann Mittagessen Fiska, begleitet von den in den Mikrofon eingehauchten Verkündingen unseres (der Hotels wo wir wohnen tun) Chefs 'Siggi'. Insgesamt ist alles, was in dem Esssaal passiert, das größte gesellschaftliche Ereignis hier. Das zweitgrößte sind unsere Küchen, die an jedem Stockwerk mehr oder weniger sich befinden. (unsere küche ist schön groß, keine Sorge). Aber die werden erst gegen Abernd benutzt. Nach dem Mittagessen also haben wir zwei mal die Woche "Electives" - sehr unterschiedliche Sachen von Grammatik und Vokabeln lernen bis zum Chorsingen und um die Fjörds rumrennen. Jeder kann sich eben auswählen was er mag. Man kann einfachsein eigenes Programm machen, auf alles pfeifen und einkaufen (wenn wir in der "City" sind) oder an den Strand gehen oder n Berg hochrennen. Nach all den spannenden Ereignissen versammelt sich die Gesellschaft zu einem riesen Schauspiel im Esssaal und Umgebung: jeder, aber auch wirklich jeder hat sein Laptop aufgeklappt und macht Hausaufgaben, aber doch eher Sprachpraxis - meistens unterhalten wir uns auf Englisch (an manch einem Tag fallen mir so spontan keine deutschen Wörter mehr ein) mit isländischen Sprachfetzen wie z.B. das allerseits beliebte "Sjaumst" was so viel wie wir sehen uns heißt. Oder mein Lieblingsspiel, auf Isländisch nach der Zeit fragen. In dieser Zeit werden wie gesagt, auch die Küchen benutzt, garantiert 'Fiska'-frei, dafür ganz massiv Pasta und Käsebrote. Isländisches Obst und Gemüse, abgesehen davon dass es ziemlich selten ist, ist wirklich nicht das beste, was Island zu bieten hat. Aber ich hab in meinem teil des Kühschrank auch Tomaten liegen, also nix da! Übrigens muss ich da mal alles in Ordnung bringen, weil da immer alles so gequätscht ist: 15 Leute pro Kühlschrank oder so. Zum glück haben wir unsere "Bonus"(der Ísafjörðurische Aldi)-Taschen, mit den lustigen Schweinchen drauf, jeder für sich. Ich werd die mal bei gelegenheit fotografieren. Der rest des tages vergeht immer sher, viel zu schnell und ist immer vollgestopft mit spannenden Ereignissen, über jeden von den könnt ich noch mal so n Eintrag schreiben. Genau so wie über die Tage, an den wir keine Electives haben und spannende Unternehmungen vornehmen. Und Freitag - also gestern, da war "Party" in unserem Esssaal. War schön. Wie schön, das werden die Fotos erzählen, die ich mal bei Gelegenheit hochladen werde.
Also bis dann, sjaumst :)

Nun fragt ihr euch garantiert was denn Fiska ist, wie man "Esssaal" wirklich schreibt und wann denn meine Schreibfehler aufhören. Ich warte auf eure Antworten, der Gewinner kriegt vllt. n Preis. Einsendeschluss ist...

Dienstag, 3. August 2010

in 5 Minuten beginnt der Sprachkurs
wollt nur sagen dass alles super ist, auch die Menschenund... alles
ich könnt noch paar Sunden über die Natur schreiben und das Leben hier.. vielleicht heut Abend
wir haben richtig strammes Programm hier

Grüße :)

Montag, 2. August 2010

Erste Nacht


BSÍ, Viertel vor 6. Morgens. Wir sind am Ende unsere Kräfte. Wir streben quasi. Der Busbahnhof von Reykjavik gleicht einer Leichenkammer. Eigentlich lauter Leute mit Schlafsäcken und Isamatten, die das Bild der Wartehalle prägen. Auf jeder Bank wird geschlafen, dazwischen auch. Wir nicht - wir halten durch. Und bewundern, wie klein und überschauber Islands zentraler Knotenpunkt ist. Könnt ne Schulaula sein. Und wenn man raus geht - der Westausgang von Wendlingen Bahnhof, vielleicht? Wir - das sind ein Deutsch-Österreichischer Haufen, der sich ganz gut zu verstehen scheint. Noch ist alles überschaubar, noch teilt man alles miteinander persönlich. Einer passt auf die Koffer auf, darf dafür die Füße gemütlich drauf legen. Immer wieder öffnet sich eine Tür und der eisige Wind kommt durch. Dann geht die Tür wieder zu und ich denk daran, wie nass meine Socken eigentlich sind. Ich hätt nie gedacht, dass ein kleiner Nieselregen bei 10 Grad so durchdringend eisig sein kann. Na das kann ja noch heiter werden. Es gibt auch Schlafsäcke vor der Tür. Dort schauen nackte Arme raus. Sind bestimmt Isländer, denke ich mir und zittere.
Hab übrigens meinen ersten isländischen Einkauf gemacht. Mineralwasser mit Zitrone drauf. Schmeckt ekelhaft bitter und nicht nach Zitrone. Man sagt mir aber, man kann hier ruhig das Leitungswasser trinken. Ich halt mich solang mit diesem komischem Sprudel wach, und mit meinem Laptop. Hören tu ich übrigens, als tetonischer Invasor, standesgemäß Rammstein. Noch 3 Stunden vor der Abfahrt, und dann noch 9 Stunden Bus. Immerhin warm und vielleicht trocken. Und neue Menschen. Viele!!!! Werd ich schlafen können? Wir werden alle erkältet sein.



Sonntag, 1. August 2010

Los.

Das war eine wunderschöne Woche. Ich hab so oft Freunde getroffen und "was gegessen" wie, glaube ich, noch nie in meinem Leben. Aber jetzt Schluss damit.
Isländischkurs fertig - 77 Punkte von 100 (und ich hab nur ganz wenig gespickt, ich schwör! :D)
Papierkram.. oje..... ich denk ich hab alles.
Packen? Mein Koffer ist schon ziemlich dick geworden. Also ja.
Wegen Deutschland und Hausarbeit schweg ich lieber :)

So, nun zur Reise. Ich weiß nicht, wie viele Tausend Kilometer ich zu fliegen habe, schaut mal selbst auf die Karte. Zum Vergleich schaut mal die Strecke bei unserem Schwedenteam an. Voll winzig, haha :P Und zum "Treffen in der Mitte" bräuchten wir dann eines dieser komischen Flecken zwischen Island und Skandinavien. (die heißen übrigens Farörer und Shetlandinseln)

Ach, das ist so beeindruckend, die Strecke, dass ich das mir selbst nicht vorstellen kann. Auch kann ich nicht vorstellen, dass ich in weniger als in einem Tag schon den isländischen Boden betreten werde. Und zwar, zuerst den Flughafen in Keflavik (B), dann die Hauptstadt (C), dann nach einer sehr langen Busfahrt in Ísafjörður (D) und erst dann endlich zu unserem schönem Sprachkurs mitten im Nirgendwo (E)



Endlich kann ich dann solche Fragen beantworten wie "hä was spricht man denn dort überhaupt?" oder "Schneit's da echt die ganze Zeit? Im Sommer???" 12-15 Grad, es geht doch!

Und als letztes 2 gute Nachrichten: 1) Ich hab einen Zimmer ab 22 August und mein Mitbewohner ist n netter Spanier :) 2) Ich krieg Bafög, ganze 800 Euro ;) Mal schauen, ob's reicht..

Also bis dann. Tschüss.