Mittwoch, 25. August 2010

Mein Zuhause

ist ein Hotel.

Und ich stehe dazu. Ich stehe dazu, dass mehr als alle andere für mein Zimmer zahle, dass jeden Tag komische Leute an die Tür klopfen und putzen wollen, dass ich mein Schüssel jedes Mal wenn ich raus gehe an der Rezeption abgeben muss und dass ich keine richtige Nachbarn habe. Ich stehe dazu und ich werde meinen Zimmer nicht weggeben.
Leider, leider, kein WG-Erlebnis: kein Bierklauen im Kühlschrang, keine Putzordnung, kein Kochgetummel und Warteschlangen ins Bad, kein "wem gehört dieser Dreck eigentlich" und keine Partys um 2 uhr nachts. Stattdessen 2 Schlafzimmer und ein Wohnzimmer/Küche dazwischen, ein sehr netter Mitbewohner und seit neuestem... eine Pfanne, auf deren Kauf bei Ikea gestern ich sehr stolz bin. Achja, dringende Nachricht: ich hab gestern viel zu viele Kartoffeln gekocht, wer sie mir beim Wegessen helfen will, soll sich bitte bei mir melden.
Nichtdestotrotz vermisse ich ein bisschen die gemütliche Guesthouse-Atmosphäre, vielleicht hätte mir das Chaos gut getan, vielleicht.. naja, ich kann ja noch genug Leute in ihren WGs besuchen und was davon abhaben, so wie gestern, in einem Guesthause direkt am Laugavegur, der Einkaufsstraße und Fußgängerzone in Reykjavik.
Heute wird ne neue Handynummer gekauft. Vielleicht werde ich sogar meine geliebte Hausarbeit anrühren, abgabetermin 15 September. Die Uni an sich muss noch gründlich angeschaut werden. Viel zu tun, freu mich..

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