Leben.
Menschen.
Ok, es ist übel hell die meiste Zeit. Ja, wir haben ein aufregendes Programm. Trotzdem denk ich, dass mein Glück nicht geschummelt ist und es nicht nur an dem aufregenden Programm liegt.
Erstmal die verschiedenen Sprachen. Angefangen bei dem leichten (und manchmal leicht schwerem) Akzent der Österreicher und der Schweizerin, über Flämisch und Tschechisch, die meinen beiden Sprachen etwas ähnlich sind, so dass ich wirklich stundenlang mich mit den leuten unterhalten kann und knobeln, welches Wort jetzt was bedeutet. Wobei ich das auch mit einem Spanier oder Italiener kann, oder mit den Franzosen. Jeder bringt seine eigene Sprache mit, seine Identität, und kippt sein eigenes Eimerchen in dieses große bunte Fass in Nupur. Und, zu guter letzt, solche Sachen wie Finnisch und Estnisch. Da versteh ich aber wirklich gar kein Wort mehr, umso schöner ist es, einfach sich dazu zu setzen und zuzuhören, und eigentlich können die Leute da den privatesten Gespräch der Welt führen, oder auch sich übers Wetter unterhalten, es würde für mich keinen Unterschied machen, also bin ich schon da, aber eigentlich gar nicht da.
Da fällt mir n Satz ein, aus dem Film den wir alle gestern geschaut haben. Isländisches Mädchen und Junge in dem letzten Kaff der Welt haben ein "Date" und brechen nachts (naja, es ist Winter..) in ein Museum ein, und dort hängt ne Karte, wo man Knöpfe drücken kann, und auf einem teil der Welt leuchtet ein Knopf auf. Sie suchen den Knopf für Island und sie sagt: "There is no Iceland". Genau so ist es. Es gibt kein Island. Das hier ist alles nicht ganz real aber wie ein gutes Buch (: ich tu jetzt mal so als würd ich super viel lesen :) - sehr nützlich und bringt einen sehr viel weiter. Und ich habe einen langen Weg zu gehen, was meine persönliche Entwicklung anbelangt, wobei diese Entwicklung sich auch Leben nennt und nie aufhören sollte, solange man noch lebendig ist.
Nun kommen wir zu den praktischen Sachen. Ich hab n Kilo Nudeln und ein weteres Kilo Soße. 2 Mal dei Woche gehen wir in die "City" von Ísafjörður (4 tausend Einwohner und 40 minuten Busfahr von hier, yeah) - zu dem Ort der Sehnsüchte - ihr Wisst was ich meine? Der Supermarkt. So ein Aldi, bloß gequätscht. Und mit 90 Leuten sieht es richtig überbevölkert aus. Und, ja, gestern habe ich meinen Auftritt dort verpennt. So dass ich jetzt keinen Brot und Schinken mehr habe (: ein bisschen Mitleid an dieser Stelle :) . Alleirdings ist es kein Grund zur Sorge, denn ich kann hier Essen erstans abkaufen zweitens ich kann einfach eingeladen werden, ich muss nur die Gelegenheit nützen. Und natürlich selber die Leute fleißig einladen. Nächstes Mal wenn ich Brot und Eier kauf und so, wird das bestimmt passieren.
Ich hab ganz vergessen, unseren Tages/Wochenablauf kurz zu schildern. An den "Werktagen" ist 8-9 Frühstück, dann bis 12 Sprachkurs, mit einer
Also bis dann, sjaumst :)
Nun fragt ihr euch garantiert was denn Fiska ist, wie man "Esssaal" wirklich schreibt und wann denn meine Schreibfehler aufhören. Ich warte auf eure Antworten, der Gewinner kriegt vllt. n Preis.
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