Mittwoch, 20. Oktober 2010

Jani ist weg und Nina geht bald auch und das alles macht mich traurig.. Auch das Wetter hier hat ihre Tränen gezeigt, indem zuerst auf Esja und dann hier Schnee gefallen ist. Nur ein bisschen, vom winzigen Hagel oder Regen kaum zu unterscheiden, aber genug, damit wirklich jeder darüber redet. Genau wie über die Nordlichter, die ich immer noch nicht gesehen habe. Dafür esse ich in vielen WGs und Wohnungen, erlebe Erasmusstudenten und Isländer, richtig verrückte Isländer, die mir erzählen, wo denn die ganzen Biker hier her kommen, führe psychologische Gespräche und mache mir künstlerische Gedanken. Das Neueste war, mich mit den bunten Wellblechhäusern zu beschäftigen, sie aufzusuchen und dokumentieren. Ein paar Kurzgeschichten, sowie ihre englischen Übersetzungen, sind auch neulich vom Band gegangen. Das alles zeigt deutlich, wie gut das Aufschieben, auf englisch klingt es besser "procrastination", gut funktionieren kann und sehr, sehr viele Früchte tragen kann. In diesem Sinne, mache ich mal weiter an meinen Plurälen, begleitet von den Gedanken an den Facebook-Film, weiteren Übersetzungen, eventuellen von mir gedrehten Filmen, und dem Fahhrad, was mir von der Nina hinterlassen wurde, was ich vielleicht nie zum laufen kriege. Aber auf jeden Fall weiß ich jetzt, wie man ne Fahhradkette montiert.
...
Der Morgen begrüßt mich mit volgenden Worten: es gibt Bananen in Hrisateigur 1. Eigentlich sollte es nichts als Schnee und Fisch geben. Aber dieser Morgen gibt mir das Gefühl, Bananen wachsen in Müllcontainern. Ich denke mir, man könnte auch die Guesthäuser im Film verewigen. Hm, was kommt als nächstes..?

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